Nachdem wir noch eine Nacht auf dem Campingplatz geschlafen haben sind wir mit dem Zug nach Napoli reingefahren.

Da ich schonmal vor Jahren in Napoli gewesen bin, wusste ich dass der Verkehr extrem chaotisch ist – es gibt wirklich wenige, ganz ganz wenige Autos die keine Schrammen, Beulen oder sonstwelche Beschädigungen haben.

Da wir den Camper an einem Stück wieder nach Deutschland birngen müssen, war es eine gute Entscheidung mit dem Zug ins Zentrum zu fahren. Pompeij liegt mit dem Zug gut 20 km von Napoli entfernt. Also haben wir für 3,50 € Tickets für 2 Leute hin und zurück gekauft ( in Frankfurt kosten 3 Stationen mit der Bahn für eine Person nur hin schon 1,95 €). Die Fahrt war sehr schön, an den Städten Ercolaneo vorbei (welches beim Vulkanausbruch damals komplett zerstört wurde), am glitzernden Meer entlang, mit dem Vesuv der sich gigantisch gegen den blauen Himmel erhebt.
Nach einer knappen halben Stunde sind wir dann am Hauptbahnhof angekommen. Von dort aus sind wir einfach mal in Richtung Piazza Natzionale losgelaufen, von wo aus wir mit der Tram in Richtung Piazza Municipio gefahren sind. Die Fahrt kostet pro Person 1 € und die Tickets gibt’s fast immer in den „Tabacchi“, das sind kleinere oder größere Kioske, die einfach alles verkaufenJ (sogar Handtaschen…)
Die Piazza Municipio liegt direkt am großen Hafen, von wo aus die großen Schiffe auf die Inseln Ischia oder Capri fahren oder einfach die Küstenstädte in der Nähe,wie z.b. Salerno ect. ansteuern. Vor dem Hafen steht noch die alte Festung mit einer komplett erhaltenen Burg die so aussieht wie eine Legoburg – ein Viereck umgeben von 4 Türmen, und einer Mauer die uneinnehmbar scheint.

Wobei die Region im allgemeinen lange Zeit von den Griechen regiert wurde, daher sieht man noch hier und da Benamungen, die auf die hellenistische Zeit zurückzuführen sind z.b. „Torre del Greco“= Tor des Griechen.
Auf unserem Weg Richtung Fussgängerzone sind wir an monumentalen Bauten vorbeigelaufen. Besonders imposant war eine Art überdachte Passage mit Säulen und Mosaikboden und ca. 30 Meter hohen, gläsern gewölbten Decken, durch die das Licht in zahlreichen Farbfacetten fiel. In dieser Passage gab es nur ganz edle Läden, Cafés und Hotels.
Die Fussgängerzone selbst ist zum Glück verkehrsberuhigt, ansonsten ist es ein Kampf , Fussgänger gegen wild gewordene Moped- und Autofahrer. Dort haben wir die Lieblingsbeschäftigung von uns Italienern ausgeführt „ faren una passagata“ einen Spaziergang zu machen, zu flanieren. Es gab zu Hauf wundervolle Geschäfte die im Gegensatz zu Deutschland so güstig sind und so tolle Kleidungsstücke bieten. Hab mir natürlich gleich ein paar Schuhe gekauft, Lars ein paar Shirts. Dann waren wir in einer Seitengasse essen im Ristorante Pizza e Babà. Babà ist DAS neapoletanische Dessert schlechthin. Leider waren wir nach der Pizza zu voll um es zu probieren, aber es sah extrem lecker aus. Für 22 € haben wir zu zweit wundervoll gegessen. Gegen 18 Uhr sind wir dann am Campingplatz angekommen und dann auch gleich Richtung Terracina weitergefahren.

Juli 11, 2007
Kategorien: Napoli . . Autor: derSchreiber . Kommentare: Hinterlasse einen Kommentar