Bald geht’s los die 2008er Tour steht an!

Am 25sten Juni geht es endlich wieder los. Wir fahren dieses Jahr da weiter wo wir letztes Jahr aufgehört hatten. Ab Neapel um den Stiefel bis nach Pescara. Diesmal bringen wir mehr Zeit mit, so dass wir an den Schönen Plätzen länger verweilen werden.
Auch diesmal werden wir ausfühlich berichten wo wir sind.

Tag 11 – Orbetello

Einen wunderschönen Platz zum Schlafen hatten wir auf einem Parkplatz in Orbetello gefunden. Direkt an einer Lagune mit Meerwasser, mit Blick auf eine im Waser stehende Mühle.

Es war so eine Ruhe dort und wir haben super geschlafen. Dieser Teil Italiens liegt auch am Thyrrenischen Meer und ist so eine Art Halbinsel, die mit 3 „Armen“ noch an Italien gebunden ist. In der Mitte der 3 Arme liegt Ortebello und rechts und links davon sind jeweils die Lagunen. Morgens sind wir dann entlang auf die Halbinsel gefahren und haben auf einer wunderschönen Anhöhe mit Blick aufs Meer gefrühstückt, Auf dieser Halbinsel gibt es soviele Villen, die atembrauschende Blicke auf die Landschaft und das weite Meer haben- als die Halbinsel und seien Bewohner sind nicht arm, wie man erkennen konnte. Überall Olivenhaine und Gigantische Schluchten. Die Halbsinsel konnten wir auch nur halb umrunden, weil irgendwann dann die befestigte Strasse zu Ende war und wir wenden mussten. Die Halbinsel ist wild und es gibt nur 2 kleiner Hafenstädte Porto Stefano und Porto Ercolaneo. Wir warne in Porto Stefano und dort auch schwimmen, bzw, nur am Strand gelegen, da das Meer ziemlich wellig war. Dort haben wir dann auch geduscht und sind abends in die Stadt Hafen anschauen und einkaufen. Am Hafen gab es so extreme Luxussyachten, dass wir aus dem Staunen nicht rausgekommen sind, welche hatten sogar ganze Bordmannschaften dabei mit Kapitän, Bedienung und riesen Flachbildschirme drinnen.

Nachts haben wir dann noch an einem Brunnen, die es in Italien in jeder Stadt alle 5 Meter gibt unseren Camper mit Wasser betankt. Das war lustgJ Mit Plastikflaschen, die 5 Liter fassen haben wir den ganzen 60 Liter Wassertank neu aufgefülltJ, da wir keine Lust hatten nur deshalb an einem Campingplatz zuschlafen.

Nachts sind wir dann Richtung Livorno gefahren, waren dann unterwegs zu müde und haben Halt an einem Autogrill (Raststätte) gemacht und dort bis 9 Uhr geschlafen.

TAG 10 – Giovanna

Gegen halb neun war ich schon wach und auch Lars wurde wach. Topfit und komplett durchgeschwitzt haben wir schnell unsere Badesachen gepackt und sind direkt an den Strand gelaufen. Das Wasser war so klar, dass man Fische und Krebse sehen konnte. Wir sind dann eine Runde geschwommen, haben ein paar „Merendine“ (die besten und flauschigesten Kleinkuchen – weiss nicht wie ich es sonst nennen soll, denn in Deutschland gibt es sowas nicht – weltweit) gegessen. Dann sind wir gegen 10 Uhr Freiluft Duschen an unserem Camper und haben uns dann fertiggemacht Richtung Giovanna, die momentan seit ein paar Monaten bei ihrem Freund in Italien wohnt. Vorher hatte ich mich schon wochenlang nicht auf ihre SMS gemeldet, damit ich mich nicht in der Vorfreude verplappere- wir wollten sie ja mit unserem Besuch überraschen. Aber dann tat es uns doch leid, weil sie hatte dann mir und dem Lars eine SMS geschrieben, warum keiner von uns sich meldet und ob alles in Ordnung sei. Also haben wir sie vor ein paar Tagen angrufen (mit unserer Italienischen Handynummer) und sie war so baff und konnte es nicht glauben, hat sich aber irre gefreut. Gegen 11 Uhr sollten wir in Piglio sein (liegt so ca, 40 Minuten von Rom) aber unser Navisystem hat die Strassen nicht gefunden und wir warne plötzlich auf einer Serpentinenstrasse auf einem Berg mit super Aussicht, aber keien Giovanna weit und breit. Dort mussten wir dann wenden in 67 Zügen auf einer Serpentinestrasse- war sehr spannend und das bei 50 Grad Hitze.

Wir sind dann den Berg runtergefahren  aber dauernd an Piglio vorbeigefahren, weil das Strassenschild Richtung Piglio verbogen war und man somit das Schild nicht erkennen konnte. Giovanna war natürlich aufgeregt und rief so im Viertelstundentakt an, wo wir den blieben, sie warte schon die ganze Zeit auf dem BalkonJ 

Letzendlich hat sie es nicht mehr ausgehalten (obwohl wir den Weg dann endlich gefunden hatten) und meinte wir sollen sofort stehenbleiben wo wir sind, sie holt uns ab. Es gab natürlich ein großes Widersehens mit dicken Umarmungen und Knuddeln. Ich hab mich sowas von gefreut sie wiederzusehen und es war so komisch, sich mitten in Italien zu sehen. Den Tag über haben wir bei ihr verbracht, Wohnung angeschaut, gegessen- Giovanna hatte sogar für uns gekocht (unglaublich, aber wahrJ ) Unndtücher haben wir dann dort in die Waschmaschine gestopft, später aufgehängt und die waren ruckzuck trocken, bei der Hitze,

Wir hatten uns soviel zu erzählen, und der Tag ging so schnell vorbei. Abends kam Elio und wir waren zu viert in der Altstadt Agnani (schwieriges Wort zum Aussprechen). Dort haben wir was getrunken und später dann abends Pizza gegessen. Gegen Mitternacht mussten wir dann leider schon los, da wir weiterfahren wollten. Giovanna hatte schon unser Bettchen hergerichtet, Elio hatte sich freigenommen für den nächsten Tag, dass tat mir dann so leid, aber wir konnten wirklich nicht bleiben. Ich hab noch ein paar Fotos geschossen, die ich Giovannas Mama dann schenken will, sie vermisst Giovanna ja ganz arg. Und dann haben wir uns schweren Herzens verabschiedet und sind weitergefahren Richtung Orbetello.

Tag 8- 9 Terracina

In Terracina sind wir gegen 23 Uhr angekommen- und dort war wie überall in Italien nachts die Hölle los. Die ganze Stadt, Jung und Alt am Flanieren, Eis essen oder einkaufen. Dort haben wir einen Parkplatz gefunden und sind auch gleich losmaschiert um uns ins rege Treiben zu stürtzen.
Am nächsten Tag haben wir uns einen schönen Strandabschnitt ausgesucht und waren dort den Tag über schwimmen. Dann nach einer Dusche draussen (man kann vom Camper aus den Duschkopf aus dem Fenster hängen und so Open air – also im Freien duschen.) sind wir einkaufen, bischen Obst und zu Essen. Sonntags haben hier die größeren Märkte immer geöffnet.
Dann waren wir abends im Centro storico, dem historischen Viertel von Terracina, mit wunderschönen alten Häusern, engen Gassen und einer alten Piazza mit Dom und Ruinenresten der Via Appia, der berühmteste und längsten Strasse des historischen Italien. Diese Via Appia ging durch viele Städte bis hinein nach Rom, Durch diese Strasse kamen früher die großen  Kriegsherren, wenn sie ihre Feldzüge gewonnen hatten und liessen sich mit Triumphzügen von der Bevölkerung feiern.
Wer das Buch „Cicero“ von Robert Harris gelesen hat, wird ein lebendiges Bild dieser Szenerie haben. Denn dort beschreibt der Autor, wie der große Pompeius die Via Appia mit über 3000 gekreuzigten  Kriegsgefangenen „geschmückt“ hat.
Im Centro Storico haben wir dann auf den Treppen des Doms Eis gegessen, ein paar kleine Katzenbabys gestreichelt (der Lars wollte unbedingt ein Katzenbaby mitnehmen) und sind dann später wieder in das jetzige Zentrum von Terracina gefahren. Dort sind wir wie immer flanieren, haben Läden angeschaut, sind am Hafen spazieren gegangen. Als wir müde wurden sind wir an den Platz am Strand gefahren, wo wir auch schwimmen waren. Dort war es sehr idyllisch. Nachts sind wir noch am Strand gesessen, haben Coke getrunken, den Wellen gelauscht, in den weiten Sternenhimmel geschaut und Sternschnuppen gezählt.
Und da zählen bekanntlich müde macht, sind wir dann gegegen 2:30 Uhr ins Bettchen gefallen.

Tag 7 – ein Tag in Napoli

Nachdem wir noch eine Nacht auf dem Campingplatz geschlafen haben sind wir mit dem Zug nach Napoli reingefahren.

italien07-005.jpg

Da ich schonmal vor Jahren in Napoli gewesen bin, wusste ich dass der Verkehr extrem chaotisch ist – es gibt wirklich wenige, ganz ganz wenige Autos die keine Schrammen, Beulen oder sonstwelche Beschädigungen haben.

italien07-118.jpg

Da wir den Camper an einem Stück wieder nach Deutschland birngen müssen, war es eine gute Entscheidung mit dem Zug ins Zentrum zu fahren. Pompeij liegt mit dem Zug gut 20 km von Napoli entfernt. Also haben wir für 3,50 € Tickets für 2 Leute hin und zurück gekauft ( in Frankfurt kosten 3 Stationen mit der Bahn für eine Person nur hin schon 1,95 €). Die Fahrt war sehr schön, an den Städten Ercolaneo vorbei (welches beim Vulkanausbruch damals komplett zerstört wurde), am glitzernden Meer entlang, mit dem Vesuv der sich gigantisch gegen den blauen Himmel erhebt.

Nach einer knappen halben Stunde sind wir dann am Hauptbahnhof angekommen. Von dort aus sind wir einfach mal in Richtung Piazza Natzionale losgelaufen, von wo aus wir mit der Tram in Richtung Piazza Municipio gefahren sind. Die Fahrt kostet pro Person 1 € und die Tickets gibt’s fast immer in den „Tabacchi“, das sind kleinere oder größere Kioske, die einfach alles verkaufenJ (sogar Handtaschen…)

Die Piazza Municipio liegt direkt am großen Hafen, von wo aus die großen Schiffe auf die Inseln Ischia oder Capri fahren oder einfach die Küstenstädte in der Nähe,wie z.b. Salerno ect. ansteuern. Vor dem Hafen steht noch die alte Festung mit einer komplett erhaltenen Burg die so aussieht wie eine Legoburg – ein Viereck umgeben von 4 Türmen, und einer Mauer die uneinnehmbar scheint.

italien07-130.jpg

Wobei die Region im allgemeinen lange Zeit von den Griechen regiert wurde, daher sieht man noch hier und da Benamungen, die auf die hellenistische Zeit zurückzuführen sind z.b. „Torre del Greco“= Tor des Griechen.

Auf unserem Weg Richtung Fussgängerzone sind wir an monumentalen Bauten vorbeigelaufen. Besonders imposant war eine Art überdachte Passage mit Säulen und Mosaikboden und ca. 30 Meter hohen, gläsern gewölbten Decken, durch die das Licht in zahlreichen Farbfacetten fiel. In dieser Passage gab es nur ganz edle Läden, Cafés und Hotels.

Die Fussgängerzone selbst ist zum Glück verkehrsberuhigt, ansonsten ist es ein Kampf , Fussgänger gegen wild gewordene Moped- und Autofahrer. Dort haben wir die Lieblingsbeschäftigung von uns Italienern ausgeführt „ faren una passagata“ einen Spaziergang zu machen, zu flanieren. Es gab zu Hauf wundervolle Geschäfte die im Gegensatz zu Deutschland so güstig sind und so tolle Kleidungsstücke bieten. Hab mir natürlich gleich ein paar Schuhe gekauft, Lars ein paar Shirts. Dann waren wir in einer Seitengasse essen im Ristorante Pizza e Babà. Babà ist DAS neapoletanische Dessert schlechthin. Leider waren wir nach der Pizza zu voll um es zu probieren, aber es sah extrem lecker aus. Für 22 € haben wir zu zweit wundervoll gegessen. Gegen 18 Uhr sind wir dann am Campingplatz angekommen und dann auch gleich Richtung Terracina weitergefahren.
italien07-0291.jpg

Tag 6 – Pompeii

Heute früh sind wir gegen 1 Uhr in Napoli bzw. In Pompeij agekommen. Hier sieht es auf den Strassen etwas wild aus, da zur Zeit die Müllmänner streiken – und das bei der Hitze. Glücklicherweise riecht es aber garnicht nach Müll. Wir entschieden uns heute mal auf einem Campingplatz zu übernachten – überhaupt das 2. Mal, dass wir einen Campingplatz ansteuern. Unser Campingplatz liegt direkt an einem der Eingänge zur antiken Stadt Pompeij- inmitten von Oleander-und Zitronenbäumen.

Gegen halb neun war ich schon wach und voller Vorfreude – immerhin war ich das letzte Mal mit 12 Jahren in Pompeij, seitdem sind fast 20 Jahre vergangen wo bestimmt weitere Ausgrabungen gemacht worden sind. Nach dem Duschen und Frühstücken gings gegen halb elf los. Wie man weiss wurde Pompeij gegen 79 n. Ch. vom Ausbruch des Vesuvs zerstört. So schlimm diese Katastrophe auch damals war, für die heutige Zeit hat sie einen unglaublichen Schatz erschaffen – eine komplette Stadt konserviert und somit für die Nachwelt erhalten. Der Vesuv als Zerstörer und zugleich als Erschaffer der Unsterblichkeit. Grosse Teile der Stadt sind noch verschüttet aber das Gelände, welches bereits freigelegt ist, ist schon beachtlich und birgt wirkich Erstaunliches. Ich kann jetzt hier nicht alles wiedergeben, was wir  gesehen haben- das würde hier zum Einen den Rahmen sprengen, zum Anderen muss man Pompeij einfach selbst erleben. Sehr beeindruckend fand ich vor allem, dass diese Stadt die ja fast 2000  alt ist schon so moderne Bewässerungsanlagen hatte, die die ganze Stadt mit Wasser versorgt haben. Wasser überhaupt war damals und auch heute ein grosses Thema hier im heissen Süden Italiens. Daher hatten fast alle Häuser – vor allem die der reichen Oberschicht Pompeijs ein sogenanntes „Atrium“- das bedeutet, dass in den Villen gleich am Eingang, also im Vorraum eine Art kleine Becken im Boden eingelassen ist. Darüber ist in genau im gleichen Ausmaß eine Öffnung in der Decke. Somit wurde kostbares Regenwasser – wenn es denn man im Sommer geregnet hat – im Becken gesammelt und das kostebare Wasser direkt im Haus weiterverarbeitet -sei es als Trinkwasser oder Wasser für die oft pompösen Gärten in den Villen.

img_6228.jpg

Am imposantesten fanden wir die unzähligen Villen, mit eigenen Bädern, Bodenheizung, Gärten und wunderschönen Wandmalereien und Mosaik – oder Marmorböden.

img_6258.jpg

Das berühmteste Haus in Pompeij ist ein Bordell – weil es sehr gut erhalten ist. Die anzüglichen Fresken an den Wänden zeigen die verschiedenen Vorlieben die in den jeweiligen Zimmer angeboten wurden- so eine Art antiker Sexkatalog und Werbung für die Damen des Hauses.

 img_6106.jpg

Eine weitere Attraktion waren natürlich die zu Stein gewordenen Menschenopfer, die den Ausbruch nicht überlebt haben.

img_6080.jpg

Diese liegen luftdicht in Glassärgen. Die meisten Opfer wurden in den Thermen gefunden, da diese Gebäude besonders stabil gebaut waren. Aber die Todesursache waren nicht die herabfallenden Steinmassen sondern die giftigen Gase. So sind die Toten oft in dramatischen Positionen versteinert-eine Mutter neben ihrem Kind oder ein Mann, kauernd und sich die Hände schützend vor den Mund haltend. Blickt man dann wieder hoch von den toten Gestalten sieht man den Vesuv, stolz und unversehrt über der Stadt trohnen und man fühlt sich so unendlich klein und verletzlich und erkennt, dass am Ende immer die Naturgewalten siegen.

Ingesamt sind wir fast acht Stunden durch Pompeij gelaufen aber es war jeden Schritt wert.

 img_6131.jpg

 img_6093.jpg

Tag5 – Pescara, Esras italienische Heimat…

Nach einem kleinen Frühstückchen sind wir dann los Richtung Pescara. Haben unterwegs Halt gemacht in Guilianova, einem kleinen Badeort, Dort konnten wir direkt am Strand halten und sind dort schwimmen gegangen. Das Wasser war wärmer als im „Norden“ Italiens und die Temperaturen stiegen heute fast bis an die 40 Grad Grenze.

Nach einem schönen Badetag haben wir am Strassenrand geduscht und sind gegen 17 Uhr weitergfahren nach Pescara.

italien07-007.jpg

Angekommen in Pescara, haben wir für 1,50 Euro am „Stazione“ dem Bahnhof- meinem Terrain- geparkt. Hier kenne ich mich gut aus, war oft mit meiner Mama und Pia zum Schwimmen hier, da sind wir auch immer mit der Bahn hergefahren (liegt ca. 1 Stunde von uns, Sulmona, aus. Vom Bahnhof kommt man direkt in die Innenstadt, auf die Flanier- und Einkaufsmeile, diese ist verkehrsberuhigt. Wenn man die geradeaus runterläuft steuert man direkt auf den Strand zu. Dort haben wir in einer der unzähligen Strandbars gut und günstig Pizza gegessen( sehr lecker) und waren danach – wie es sich für gute Italiener gehört an der Strandpromenade flanieren. Hier ist alles so lebendig, wenn man bedenkt dass in Deutschland unter der Woche kaum jemand ausgeht, unter dem Vorwand, weil man „ ja arbeiten muss“ sind hier die Strassen voller Menschen, die spazieren gehen und ihr Leben geniessen. So fühlt man sich wohl.

Achso noch eine kleine Info: der Fiat 500, der kleinste und süsseste Fiat den es jemals gab, erlebt sein Comeback nach über 50 Jahren gibt es ein neues Modell.

italien07-066.jpg

In Deutschland soll der kleine Flitzer 2008 rauskommen, wir haben ihn heute hier gesehen! Morgen ist das Fiat Fest auf der Piazza. Der kleine Fiat sieht sooo süss aus und wird garantiert auch die Herzen ausserhalb Italiens erobern. Meins hat sowohl der Vorgänger als auch der Neue bereits erobert ;)

italien07-0292.jpg

Tag4 – am Strand von Cervia

Heute sind wir nun direkt am Strand aufgewacht. Die Nacht war ruhig und wir haben wunderbar geschlafen. Nach dem Frühstück haben wir unsere Strandtasche gepackt und sind natürlich gleich an den Strand.  Der Strand ist typisch italienisch komplett mit Liegen bestückt und leider gab es keine Stelle, an der man so ohne Liege liegen konnte. Also hatten wir  keine andere Wahl, als uns Liegen und Schirm zu mieten – wobei es nicht ganz billig ist – 2 liegen + schirm = 20 euro… Das ist schon recht krass und da gibt es doch trotzdem leute wie unsere Liegen Nachbarin die sich 2 Liegen + Schirm für einen Monat gemietet hat…

Für 600 euro … Ich meine für dieses Geld konnte man mal in den Urlaub gehen, wenn ich mich recht entsinne. Aber die liegen sind klasse das muss man sagen lassen sich super einstellen und haben sogar einen Gesichts Sonnenschutz – was man bei den heissen Temperatur  (über 30 Grad) echt gebrauchen kann – und dabei sind sie noch nagelneu.. Also nicht so versifft wie man sie in Spanien antrifft. Nun genug von den liegen… Quallen gibts hier – bzw garatiert gab es nur eine einzige und die hat sich natürlich mit esra angefreundet Mit einem lustigen Abdruck auf dem arm kam sie recht schnell wieder aus dem Wasser raus:) die Qualle war gerade so gross wie ein daumen und sicherlich nicht weniger erschrocken als esra…

 

Mittags haben wir Spaghetti gekocht und haben in der Strandanlage, bei dem netten alten Pärchen „Gilberto“ (wo wir auch unsere Strandliegen angemietet hatten) geduscht und sind dann nach San Marino, dem uneinnehmbaren, (steuer)freien Staat  gefahren. Ganz hoch konnten wir nicht fahren, das es auf einem hohen Berg liegt. Also haben wir geparkt und sind mit einem Aufzug in die Stadt hochfahren. Dort oben sieht es eher aus wie eine Filmkulisse, ein Geschäft reiht sich an das andere- nur Luxusgüter, Mehrwertsteuerbefreit natürlich –  wobei ich denke, dass es meist garnicht so günstig war. Die Stadt San Marino ist umgeben von Burgmauern und innen gibt es steile Gässchen. Aber alles in allem ist es nur Konsumstadt(staat),

 img_5784.jpg

Die Geschäfte machten gegen 19 Uhr zu und dann war es totenstill. Also wirklich wohnen tun die Leute nicht dort sondern eher ausserhalb der Burgmauern. Aber die Aussicht war wirklich wunderschön, auf der einen Seite nur Berge und Täler, auf der gegenüberliegenden Seite Rimini und das Meer.

Gegessen haben wir auf dem Parkplatz mit Aussicht und sind dann nach Rimini reingefahren.

 img_5837.jpg

Rimini ist eine Art Ballermann – sehr laut, sehr teuer, sehr sehr und nochmal sehr.-)

Wir sind wieder flanieren, Geschäfte anschauen und sind dann gegen Mitternacht weitergefahren nach Cattolica. Dort haben wir geschlafen. Sind morgens dann nochmal am Strand spazieren- aber der hat uns nicht nicht so gefallen, nur Bunkerbauten und kein italienisches Flair – das haben die Architekten der 70er Jahre zerstört, als der Bauboom wegen dem Touristenboom begonnen hat.

Tag 3 – eine Nacht direkt am Strand von Cervia

Auf der Suche nach einem schönen Strandabschnitt sind wir einfach in ein kleines Städtchen abgebogen, welches auf unserer Strecke nach Rimini liegt. Dieses Städtchen hat sich als wahres Schmuckstück entpuppt, es hat einen schönen Hafen mit teilweise museumsreifen Schiffen und eine relative große Innenstadt mit sehr vielen teilweise sehr exklusiven Geschäften – manchmal kam ich mir vor wie in der Goethestrasse in Frankfurt. Gucci neben Armani und dazwischen teuere Juweliere.

Wir haben hier einen schönen Strandabschnitt gefunden auf dem wir unseren Camper abstellen können. Wir haben uns direkt neben 3 Wohnmobile gestellt.

 img_5767.jpg

Da es schon Abend war war der Strand schön leer, so dass wir ihn uns ungestört betrachten konnten. Den Abend über sind wird noch am Hafen und in der Innenstadt flanieren gegangen – die Innenstadt war voller Menschen, Jung und Alt. Hier in Italien haben die alten Menschen noch richtig Spaß. Sie sind integriert in das Geschehene und sitzen nicht Tags aus Tag ein Zuhause sondern sind viel draussen an der frischen Luft. Tagsüber gehen die Rentner schön an den Strand, abends machen sich alle fein und spazieren oder essen ein Eis in der „Gelateria“ oder treffen sich mit anderen um einfach nur  zu reden und gesellig zu sein. Mitten auf der Piazza war dann auch ein Festchen, mit Live Musik. Dort haben wir uns in ein Cafe gesetzt und den italienischen Lieder gelauscht bis wir müde waren.

Tag 2 – Venedig die Stadt der Liebe

Heute begann unser Tag um 9 Uhr. Wir haben beide gut geschlafen aber gestern Nacht bekam unser FIAT noch einen illegalen und äusserst unerwünschten Mitbewohner der uns ein wenig um unsere Nachtruhe gebracht hat. Dieser Mitbewohner war eine Schnake, welche ich letzte Nacht trotz intensiven suchens nicht finden konnte.  Nach einem schönen Frühstück haben wir uns stadtfein gemacht und sind wieder nach Venedig gefahren. Wieder sind wir endlos viel gelaufen. Die Stadt ist ganz besonders und man hat dauernd das Gefühl, man läuft durch eine Filmkulisse. So bezaubernd ist das Flair, die schmalen Gassen, die wunderschönen Brücken,die Cafes. Ein „Palazzo“ reiht sich an das andere – es ist nicht zu übersehen das Venedig früher und auch jetzt eine wohlhabende Stadt ist. Was uns als Stadtmenschen sehr aufgefallen ist, ist die unglaubliche Ruhe. Ruhe in dem Sinne, dass in Venedig ganz andere Geräusche dominieren- und Autogeräusche komplett fehlen – kein Wunder, in einer Stadt ohne Räderverkehr.Lars wollte mit einer „Gondoliere“ fahren aber das war uns dann doch etwas zu teuer- 40€ pro Person. Wobei diese immer voll belegt mit Asiaten waren.

 

Diesen Tag werden wir noch auf unserem Campingplatz verbringen, um dann morgen recht früh in Richtung Cervia aufzubrechen. Cervia ist ein kleines beschauliches Städtchen welches nicht sehr gut beschrieben ist in der ADAC Lektüre, aber dafür umso schöner anzusehen. Es liegt zwischen Ravenna und Rimini.

 italien07-279.jpg

italien07-033.jpg

 

  •  

    Januar 2012
    M D M D F S S
    « Mai    
     1
    2345678
    9101112131415
    16171819202122
    23242526272829
    3031  
Follow

Get every new post delivered to your Inbox.